
Der Kurs startete am Sonntag um 18:15 Uhr am Bahnhof Netstal und unsere erste Aufgabe war es das Molkibett zu finden, welches die zwei Bünder natürlich souverän verfehlt haben. Schliesslich haben wir es gefunden, haben unser Gepäck abgestellt und fanden uns dann in der Militärbaracke auf dem Flugplatz ein. Da haben wir uns zuerst vorgestellt, ein paar Infos zum Kurs erhalten und machten unseren Entry Test. Wenn man sich gut vorbereitet hat und nicht nur die Unterlagen überflogen hat, war dieser machbar. Danach fuhren wir wieder zurück ins Molkibett für das Abendessen und viele spannende Gespräche untereinander. Schaut unbedingt die Guestbooks im Molkibett an, da gibt es sehr viel zu lachen . Am Montagmorgen wurde uns in der Baracke die Theorie zum ersten Flug und das zugehörige Briefing vorgetragen, bevor wir am Nachmittag unseren ersten Flug hatten. Wir hatten zwei Flieger und drei Schüler waren die erste Woche bei einem Fluglehrer und in der Zweiten haben wir den Flieger und Fluglehrer gewechselt. Dienstags hatten wir unseren zweiten Flug. Am Abend legten ein paar Schüler noch eine kleine Abendschicht im Hangar ein, um die Checks und Procedures richtig in den Griff zu bekommen. Am Mittwoch bekamen wir Besuch von unserem P&S FI mit der PC7. Jeder Schüler hatte morgens also seinen dritten Flug und ein Gespräch mit dem P&S FI. Am Nachmittag bekamen wir einen Vortrag von ihm über die Karrieremöglichkeiten für uns beim Militär. Nebenbei hatten wir natürlich immer wieder die Theorien, Briefings und Debriefings zu den einzelnen Flügen, also machten wir am Mittwoch noch die Briefings für die Flüge 4 und 5, damit wir am nächsten Tag das erste Mal zwei Flüge am Tag machen konnten. Am Donnerstag versuchten sich die ersten Schüler schon mit dem Funken am Boden und in der Luft. Mit dem Flug 5 waren die Flüge mit dem ersten Fluglehrer schon vorbei und wir konnten mit diesem unsere Zwischenqualifikation besprechen. Am Freitag konnten wir dann noch unseren Flug 6 mit dem neuen Fluglehrer durchführen und am Nachmittag die Theorie zum Flug 7 abschließen. Und so war unsere erste Woche in Mollis schon zu Ende. Wir haben sehr viel gelernt und waren stolz auf uns wie schnell wir jetzt schon selber ein Flugzeug steuern konnten.

In der zweiten Woche wurde es noch einmal schwieriger, aber dafür auch umso spannender. Der erste Flug am Montag war der Stall- und Steilkurven Flug. Wir lernten, den gefährlichen Strömungsabriss zu erkennen und auszuleiten, und auch Steilkurven mit bis zu 60° Querlage flogen wir sogar ohne Instrumente. Wir konnten auch immer mehr und mehr selber machen, ab Flug 8 starteten und landeten wir im bergigen Mollis praktisch alleine und machten auch alle Funksprüche selber. Das war für uns eines der Highlights des Kurses: Zu sehen, wie schnell wir uns verbessern konnten. Es war zwar anstrengend und intensiv, aber dafür konnten wir uns innert nur zwei Wochen von normalen Fussgängern zu Fast-Piloten entwickeln. Das Wetter wurde in der zweiten Woche auch interessanter: Nachdem es in der ersten Woche im Meteo-Briefing immer nur hiess: „Isch guet, Flugwetter“ wurde es in der zweiten Woche gewittrig und wir mussten genau evaluieren, ob wir fliegen konnten oder nicht. Ein Highlight war ebenfalls der Navigationsflug nach Dübendorf: Einer nach dem anderen flogen wir über den Klausenpass und Schwyz nach Dübendorf, wo wir uns durch die komplexen Luftraumstrukturen navigieren mussten. Danach starteten und navigierten wir selber wieder zurück nach Mollis. Nach jedem Flug tauschten wir uns in der Baracke über unsere Erfahrungen aus. Ein Geheimtipp noch: „Lernt das Funken gut!“. Die Velofahrten zum Molkibett und zurück zum Flugplatz wurden auch immer mehr Routine. Zu guter Letzt kam unser P&S FI von der Luftwaffe noch einmal nach Mollis um mit uns den Testflug zu machen. Zum Glück war das Wetter wieder gut und wir konnten alle unsere beste Leistung zeigen. Am Donnerstagabend wurden wir noch herzlich von Netstal verabschiedet, indem wir komplett zu geregnet wurden. Am Freitag hatte dann schließlich jeder noch sein individuelles Gespräch mit den beiden Fluglehrern und dem P&S FI. Es waren unglaubliche zwei Wochen, die wir hier in Mollis verbringen durften und ein sehr cooler Einstieg in die Luftfahrt. Unsere Tipps an euch: Gebt vollen Einsatz. Außerdem, habt immer Spass miteinander! Danke an Sphair und Ecoflight für diese zwei unvergesslichen Wochen.