
Sonntag – Ankunft und erste Eindrücke Am Sonntagnachmittag traf sich unsere Gruppe bei der Aero Locarno. Die Vorfreude auf die bevorstehenden zwei Wochen war kaum zu übersehen inmitten der Palmen und den der schönen Berglandschaft im warmen Ticino. Gegen 16 Uhr ging es offiziell los: Unsere Fluglehrer David Liechti und H.P. (Hans Peter Boller) führten uns im, entschuldige den Ausdruck: «Voll-Schiff» zur Unterkunft in der Militärkaserne. An unserer guten Stimmung hat dies wenig verändert, wir sind ja schliesslich nicht aus Zucker. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde im Theorieraum und einem Einstiegstest endete der erste Abend mit einem gemeinsamen Essen. Die Gruppendynamik stimmte von Anfang an – entspannt, offen und mit einer ordentlichen Portion Humor.
Montag – Der erste Flug Früh morgens trafen wir uns zum Frühstück, gefolgt von einer Theorieeinheit und dem ersten Flugbriefing. Nach dem Mittagessen ging es an die Vorbereitung der Flugzeuge – zwei Tecnam P2008J MK 2 mit den Kennzeichen HB-KMQ und HB-KNO. Für viele war es der allererste Flug im Cockpit eines Motorflugzeugs – eine Erfahrung, die schwer in Worte zu fassen ist. Unter Anleitung der Fluglehrer durften wir erste Steuerbewegungen selbst durchführen. Dieser Flug legte den Grundstein für alles, was noch folgen sollte. Am Abend, nach einem heissen Tag, war der Sprung in den Pool genau das Richtige.
Dienstag – Erste Abläufe, erste Routine Mit jedem Tag wurden die Abläufe vertrauter. Morgens Theorie, danach Briefing, Flugvorbereitung und danach in die Luft. Am heutigen Morgen schauen wir mit Freude der aufgehenden Morgensonne und loben den blauen und wolkenlosen Himmel. Doch am Meteo-Briefing wird klar, dass heute aufgrund des starken Windes kein Flug stattfinden wird. Erstaunt ziehen wir daher ein Theorieblock vor und geniessen nach früherem Feierabend die Sonne am Pool.
Mittwoch – Eigenverantwortung und erste Fehlerkorrektur Die Flugzeuge bereiten wir bereits eigenständig vor – mit wachsender Verantwortung kam auch mehr Selbstvertrauen. Programm Flug 2 und 3. Die Flüge wurden intensiver, aber auch strukturierter. Fehler vom Vortag wurden thematisiert und verbessert. Am Abend wurde gemeinsam Theorie durchgesprochen und natürlich: Eine Abkühlung im Pool. Donnerstag – Theorie, Technik und Teamgeist Auch wenn es draussen warm ist, bereiten wir im grossen und gut klimatisierten Theorie-Saal (Plätze für 70 Personen – wohlbemerkt) die Flüge vor, während einige von uns bereits in der Luft die Flüge 4 und 5 absolvieren.
**Freitag – Zwei Flüge, zweiter Lehrer, zweite Perspektiven ** Der Tag war besonders spannend: Am Vormittag flogen einige mit dem ersten Fluglehrer ein weiteres Mal und erhielten eine persönliche Einschätzung zu unserem aktuellen Stand. Nach dem Mittag wechselten wir die Lehrperson. Dieser Perspektivenwechsel tat gut – jede Lehrperson hat ihren eigenen Stil, und davon konnten wir alle profitieren. Nach einer intensiven ersten Woche sind wir froh ins wohlverdiente Wochenende zu scheiden. Die meisten von uns gingen nach Hause, um sich zu erholen.
Sonntag - Start in die zweite Woche Am Sonntagabend trafen wir uns wieder trotz des Regens top motiviert und in guter Laune zum Abendessen im Flughafen-Restaurant.
Montag – Grenzen austesten Am Montagmorgen ging es los mit Organisatorischem und Theorie für die nächsten Flüge. Dazu gehörten Vorträge von uns über den Stall und die Steep Turns sowie Inputs der Fluglehrer, wie wir uns optimal auf den Navigationsflug vorbereiten. Am Nachmittag absolvierten wir dann die besprochenen Stall- und Steep-Turn-Übungen, die uns alle begeisterten.
Dienstag – Platzrunden fliegen Bereits am Dienstag konnten wir ein Circuit-Training absolvieren, bei dem wir verschiedene Elemente wie die Landung, das Korrigieren des Glide Path und die Platzrundengeografie intensiv üben konnten. Nach dem Mittagessen hatten drei von uns Zeit, sich weiter auf den bevorstehenden Navigationsflug nach Lugano vorzubereiten, während zwei den Flug bereits an diesem Tag durchführen sollten. Leider konnte nur eine Person starten, da unser Fluglehrer über die Mittagspause hinweg den Master Switch des Flugzeugs auf on gelassen hat, wodurch sich die Batterie entleerte. Fazit: Das passiert sogar den Besten. ;)
Mittwoch – Erfahrungen auf einem neuen Flugplatz Dieser Flug konnte dann mit den übrigen drei Personen am Mittwoch absolviert werden und wir holten somit in Lugano unseren ersten Stempel für das Logbuch. Nach dem Abendessen bereiteten sich alle noch auf den letzten Flug vor, den wir mit dem P&S FI flogen.
Donnerstag – Der letzte Flug Der große Tag des letzten Flugs startete um 7 Uhr morgens mit weiteren Vorträgen unsererseits, die die wichtigsten Dinge zum Circuit, unserem Flugzeug, dem Arbeitsraum und den Ein- und Ausflugrouten zusammenfassten. Nach dem Meteobriefing stellten wir die Flugzeuge bereit und der Erste konnte einsteigen, um den Kontrollflug zu fliegen. Während des Mittagessens erzählten diejenigen, die schon geflogen waren, von ihren Erlebnissen und den kurzfristigen Änderungen der Pistenrichtung aufgrund des Windes. Dadurch mussten fast alle einen Einflug auf Locarno machen, den sie zuvor noch nie geflogen waren. Trotz den Schwierigkeiten wurde auch dieser Flug gemeistert und wir konnten den freien Abend in Ascona geniessen.
Freitag – Qualifikationen und Abreise Am Freitag fanden die Qualifikationsgespräche statt und auch wenn nicht jeder das gewünschte Ergebnis erhielt, waren wir uns alle einig, dass wir innert kürzester Zeit unglaublich viel gelernt haben und wir alle stolz auf uns sein können. Diese zwei unvergesslichen Wochen verdanken wir unseren Fluglehrer Hans Peter Boller und David Liechti, die uns unterstützt aber auch gefordert haben.