
Sonntag Am Sonntag, dem 31. August, begann unser SPHAIR-Kurs. Schon auf der Anreise im Bus oder Zug entstanden die ersten Bekanntschaften, als sich die angehenden SPHAIR-Teilnehmer begegneten. Um 16:00 Uhr trafen wir zum ersten Mal unsere Instruktoren Pascal und Stefan und erhielten das Material, das uns bisher noch nicht zur Verfügung gestanden hatte. Zunächst bezogen wir unsere Unterkunft, bevor wir uns im Theoriesaal zur ersten Unterrichtsstunde einfanden. Diese begann mit einem Einstiegstest, bei dem unsere Vorbereitung überprüft wurde. Nach dem Abendessen hatten wir Zeit, uns auf unseren ersten Flug vorzubereiten und die Flugzeuge genauer kennenzulernen. Nach unserer persönlichen Vorbereitung ging es schliesslich ins wohlverdiente Bett.
Montag Nach einer erholsamen Nacht starteten wir am Montagmorgen mit einer weiteren Theoriestunde. Am Nachmittag stand dann bereits unser erster Flug auf dem Programm. Unter der Aufsicht und mit der Unterstützung unserer Fluglehrer durften wir schon erstaunlich viel selbst übernehmen. Eine unvergessliche Erfahrung für alle Teilnehmenden. Die vielen Eindrücke dieses Tages hinterliessen ihre Spuren, und nach der Landung waren wir bereits spürbar erschöpft. Doch der Tag war damit noch lange nicht vorbei. Es folgten die Debriefings sowie eine weitere Theorieeinheit. Bis spät am Abend bereiteten wir uns noch auf den kommenden Flug vor.
Dienstag Der Dienstag begann mit einer weiteren Theoriestunde am Morgen, bevor wir am Nachmittag zu unserem zweiten Flug starteten. Dieser wurde bereits zum ersten Mal bewertet, was für uns natürlich eine zusätzliche Spannung bedeutete. Mit dem Ergebnis konnten wir recht zufrieden sein. Am Abend stand wie gewohnt die Vorbereitung auf den nächsten Flug an. Diesmal allerdings mit einer Besonderheit: Zum ersten Mal war er nicht für den Nachmittag, sondern bereits für den nächsten Morgen geplant. Bevor wir schliesslich schlafen gingen, widmeten wir uns noch einem kleinen Problem in unserer Unterkunft: den zahlreichen Mücken. Nachdem wir die Mückennetze in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ausgetauscht hatten, war das Problem zum Glück weitgehend gelöst und die meisten Mücken blieben draussen. Mittwoch Am Mittwochmorgen stand unser dritter Flug auf dem Programm. Parallel dazu hatten wir unser erstes Interview mit unserem P&S-Fluginstruktor. In diesem Gespräch wollte er uns zunächst besser kennenlernen. In einer entspannten und angenehmen Atmosphäre befragte er uns zu unseren Zukunftsplänen, Hobbys und vielem mehr. Im Anschluss zeigte er uns eine PC-7, mit der er am Morgen eingeflogen war. Ein spannender Einblick in die Welt der Militärfliegerei. Am Nachmittag erhielten wir noch eine Präsentation über die verschiedenen Möglichkeiten, die sich nach einem erfolgreich absolvierten SPHAIR-Kurs eröffnen. Zudem standen natürlich auch noch weitere Theoriestunden an.
Donnerstag Dieser Tag verlief grundsätzlich wie jeder andere. Wir hatten einen Flug und natürlich auch einige Theorielektionen. Zusätzlich durften wir auch eine Besichtigung im Tower machen, welche uns ein Einblick in das Berufsfeld des Fluglotsen gab. Natürlich waren wir auch an diesem Tag äusserst erschöpft, doch an Schlaf durften wir noch lange nicht denken, denn am nächsten Tag standen zwei Flüge auf dem Programm.
Freitag Der Freitag war äusserst intensiv. Zuerst hatten wir einen Flug am Morgen welcher uns schon äusserst forderte, denn wir mussten zum ersten Mal den Bodenfunk selbst übernehmen. Am Nachmittag hatten wir noch einen zweiten Flug, welcher aber eine kleine Änderung beinhaltete. Bei Flug sechs wechselten wir nämlich den Fluglehrer. Alle, die zuvor mit dem einen Fluglehrer die Flüge eins bis fünf bestritten hatten, hatten nun für Flug sechs bis zehn den anderen. Mit dem neuen Fluglehrer begann für alle der Kurs von neuem und für jemanden mit der falschen Piste. Dies wurde natürlich möglichst schnell mit einem «one-eighty» korrigiert. Nach den Debriefings konnten wir komplett erschöpft in das wohlverdiente Wochenende gehen. Auf der Heimreise lachten wir noch über unsere Fehler, welche wir alle diese Woche gemacht haben.
Sonntag Nach einem erholsamen Wochenende, bei dem die Meisten viel Schlaf nachholen mussten, hatten wir um 21:00 ABV. Dieses lief aber nicht wie im militärischen Sinne vor dem Bett schlafbereit ab, sondern nur mit einem Foto von uns in der Unterkunft an die Fluglehrer. Wir freuten uns alle uns wieder zu sehen und waren zuversichtlich für die nächste Woche.
Montag. Der Montag war ein typischer SPHAIR-Tag: Am Morgen standen Theoriestunden auf dem Programm, am Nachmittag folgte ein Flug. Dabei überliessen uns die Fluglehrer zunehmend mehr Verantwortung. Anders als in der ersten Woche griffen sie nicht mehr bei jedem Problem sofort ein, sondern forderten uns heraus, selbst Lösungen zu finden und schwierige Situationen eigenständig zu meistern. Dienstag Am Dienstag stand der von vielen gefürchtete achte Flug auf dem Programm. Dabei mussten wir sechs innere und zwei äussere Circuits fliegen. Für die meisten von uns purer Stress. In den vier Minuten eines inneren Circuits galt es nicht nur, das Flugzeug präzise zu steuern, sondern gleichzeitig auch zu funken und die notwendigen Checks durchzuführen. Dieser Flug stellte daher eine echte Herausforderung dar. Am Nachmittag folgten weitere Theorielektionen, in denen wir uns auf die nächsten beiden Flüge vorbereiteten. Diese standen ganz im Zeichen des Navigationsflugs. Um dafür bereit zu sein, waren auch an diesem Tag wieder Nachtschichten angesagt.
Mittwoch Der Mittwoch war für alle von uns einer der schönsten Tage des gesamten Kurses. Anhand von fünf bis sechs Navigationspunkten mussten wir den Weg nach Payerne und wieder zurück finden. Auf dem Rückflug zwangen uns die Wolkenverhältnisse teilweise zu Ausweichrouten. Dadurch ergab sich für einige die besondere Gelegenheit, im Tiefflug die Städte Bern, Thun sowie das umliegende Gebiet aus der Luft zu bestaunen. Die Aufregung am Abend stieg bei einigen enorm, den am nächsten Tag stand der Kontrollflug auf dem Programm.
Donnerstag Heute war es soweit, der Kontrollflug stand an, an dem wir zeigen konnten was wir in den letzten zwei Wochen gelernt hatten. Begonnen hat der Tag mit einem Briefing, welches wir als Klasse vorbereitet haben, in welchem wir dem P&S FI das Programm, Wetter und die zu Verfügung stehenden Flugzeuge vorstellten. Danach ging einer nach dem anderen mit dem P&S FI auf den Kontrollflug. Bei diesem muss man alles selbst bewältigen können. Das Ziel ist es, dass der P&S FI nur daneben sitzen kann und nicht eingreifen muss. Während die einen noch voller Nervosität auf Ihren Kontrollflug warten, beschäftigen sich die andern mit administrativen Aufgaben, wie das Schreiben dieses Berichtes. Wie der heutige Abend aussieht ist noch offen.
Freitag Morgen werden wir erfahren, welche Qualifikation wir für unsere Leistung in den letzten zwei Wochen erhalten. Zusätzlich werden wir auch noch eine Präsentation über das Fliegen als Linienpilot bekommen. Alle freuen sich aufs Wochenende, um sich endlich Mal wieder zu erholen, sind aber natürlich auch enttäuscht, dass die Zeit in Grenchen nun zu Ende geht. Es war eine überragende Zeit, die uns sicher noch das ganze Leben in Erinnerung bleiben wird.
Schlusswort und Danksagungen Der SPHAIRkurs ist eine unglaubliche Zeit, in der man viele Erfahrungen sammelt. Es ist eine besondere Möglichkeit, in kurzer Zeit enorm viele Flüge zu absolvieren. Man hat enorm viel Spass, ist aber auch immer wiedermal erschöpf und auch gestresst, denn man will an jedem Tag natürlich sein Bestes geben. Auch wenn man vielleicht nicht mit dem gewünschten Resultat nach Hause gehen wird, war die Zeit absolut nicht umsonst, denn man hatte zwei Wochen, in denen man sich bereits enorm viel fliegerisches Wissen aneignen konnte. Es war eine grossartige Zeit, mit sehr lustigen Leuten.
Ein besonderer Dank geht an unsere beiden Fluglehrer Pascal und Stefan, welche uns in diesen zwei Wochen als Fluglehrer begleiteten. Ein weiterer Dank geht an das Restaurant Tennis Chugele, welches uns über die zwei Wochen immer sehr fein und grosszügig verpflegte.