Am ersten Kurstag trafen sich 14 junge Männer um 09:00 Uhr in Beromünster. Nach der Ankunft richteten wir uns zunächst in unserer Unterkunft ein und machten uns anschliessend mit dem Fahrrad auf den Weg zum Flugplatz. Dort erhielten wir einen ersten Einblick in die Infrastruktur sowie den Ablauf des Kurses. Wir besichtigten die Fallschirme, deren einzelne Bestandteile ausführlich erklärt wurden. Zudem absolvierten wir erste Trockenübungen, bei denen wir den Ablauf des Absprungs und die wichtigsten Bewegungsabläufe kennenlernten.
Am zweiten Kurstag stand bereits der Sporttest auf dem Programm. Am Morgen fuhren wir mit dem Fahrrad zum Testgelände und konnten uns anschliessend bei den gemeinsamen Mahlzeiten im Restaurant Flüüger stärken. Während der gesamten zwei Wochen wurden wir dort täglich mit Mittag- und Abendessen verpflegt.
Der Fallschirmkurs fand bei Skydive Luzern statt. Die Anlage verfügte über eine ausgezeichnete Infrastruktur und das Personal war äusserst erfahren, kompetent und hilfsbereit. Der Tagesablauf war klar strukturiert und verlangte von uns viel Disziplin und Pünktlichkeit. Der Tag begann jeweils um 06:00 Uhr mit der Tagwache. Um 06:17 Uhr folgte der Morgensport, anschliessend das Hängertraining um 06:45 Uhr. Danach standen das Meteobriefing, Theorieeinheiten und – je nach Wetterlage – die Sprünge auf dem Programm.
Unser erster Sprung war ein Tandemsprung. Dieser hinterliess bei uns allen einen bleibenden Eindruck und weckte gleichzeitig die Vorfreude auf die kommenden Sprünge. Anschliessend begannen wir mit den Reissleinensprüngen. Schritt für Schritt steigerten wir den Schwierigkeitsgrad und sammelten immer mehr Erfahrungen im Freifall. Später kamen verschiedene Drehungen hinzu. Ein weiterer wichtiger Meilenstein war der Test «Securité». Nach bestandener Prüfung durften wir auch Saltos und Tonneaus im Freifall durchführen.


Mit jedem Sprung wurden wir sicherer und selbstbewusster. Die anfängliche Nervosität legte sich zunehmend und sowohl unsere Freifälle als auch unsere Schirmlandungen wurden immer kontrollierter. Dadurch konnten wir den Freifall von Sprung zu Sprung mehr geniessen. Besonders der letzte Sprung war für viele von uns ein Highlight, da wir inzwischen genügend Erfahrung gesammelt hatten und die Nervosität nahezu vollständig verschwunden war.
Auf unserem gemeinsamen Weg mussten wir leider drei Kameraden verabschieden, die den Kurs aus unterschiedlichen Gründen vorzeitig abbrachen. Die verbleibenden elf Teilnehmer blieben bis zum Schluss zusammen. Während der zwei Wochen entwickelte sich zwischen uns eine enge Kameradschaft und ein starker Gruppenzusammenhalt.
Neben dem Fallschirmspringen lernten wir auch, wie wichtig Einheitlichkeit, Ordnung und Disziplin sind. Gerade zu Beginn hatten wir damit teilweise noch Schwierigkeiten. Mit der Zeit verbesserten wir uns jedoch deutlich und lernten, als Gruppe besser zu funktionieren. Auch die verschiedenen Teambuilding-Aktivitäten trugen wesentlich dazu bei. Ob bei Liegestützen, gemeinsamen Läufen oder beim Frisbee-Spielen – wir unterstützten uns gegenseitig und wuchsen als Team immer enger zusammen.
Wenn wir auf diese zwei Wochen zurückblicken, sehen wir auf grosse Fortschritte und unzählige eindrückliche Erlebnisse zurück. Wir haben nicht nur viel über das Fallschirmspringen gelernt, sondern auch über Disziplin, Verantwortung, Durchhaltevermögen und Kameradschaft. Die gemeinsame Zeit hat uns als Gruppe zusammengeschweisst und uns gezeigt, wie wichtig es ist, sich aufeinander verlassen zu können.
Die zwei Wochen im SPHAIR-Fallschirmkurs werden uns deshalb noch lange in Erinnerung bleiben. Wir nehmen viele neue Erfahrungen, wertvolle Erinnerungen und vor allem einen starken Zusammenhalt mit. Es war eine intensive, herausfordernde und gleichzeitig unglaublich spannende Zeit, auf die wir mit Stolz zurückblicken.