
Erfahrungsbericht Sprungkurs 1 Beromünster, Sommer 2026
Am 27. Juni um 0900 trafen wir 13 Kandidaten uns zum ersten Mal auf dem Flugplatz Beromünster im Kanton Luzern. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und der Einführung ging es ohne Umwege los: Fallschirme fassen, Materialkontrolle und bereits am Nachmittag das erste Mal Fallschirm packen. Nach dem Beziehen der Unterkunft folgte am Abend die erste Theorielektion zu den Fallschirmkenntnissen. Spätestens da war allen klar: In diesem Kurs wird keine Minute verschwendet.
Der zweite Tag begann so, wie fast jeder Tag der kommenden zwei Wochen beginnen sollte: Tagwache um 0600, danach Morgensport. Gleich am Morgen stand der erste Sporttest an, eine gute Gelegenheit zu zeigen, dass man bereit ist, alles zu geben. Danach folgten Hängertraining, Absprungtraining, Landeanflugtechnik und Schirmflugtheorie bis in den Abend hinein. Am Hänger übten wir die Abläufe und Notfallprozeduren so lange, bis jeder Handgriff sass.
Am dritten Tag war es dann so weit: Nach dem Meteobriefing und dem Sprungauftrag standen die ersten Sprünge auf dem Programm. Nach jedem Sprung folgten Packen, Debriefing und das Briefing für den nächsten Sprung. Dieser Rhythmus begleitete uns durch den ganzen Kurs.

Ab da spielte sich ein intensiver Alltag ein: Tagwache um 0600, Morgensport, Frühstück, Aufbau der Dropzone, Hängertraining und Meteobriefing. Bei gutem Wetter absolvierten wir bis zu vier Loads pro Tag: Ausrüsten, Boarding, Sprung, Packen, Debriefing, Briefing, und wieder von vorne. Mit jedem Sprung wurden die Abläufe sicherer und die Bewegungen sauberer. Abends warteten dann noch Tagebuch und Aufsätze wie «Meine Familie» oder «Meine Leidenschaft» auf uns, denn der Kurs prüft nicht nur die sportlichen und fliegerischen Fähigkeiten.
Zum Kurs gehörten aber nicht nur Sprünge und Tests. Flugzeug putzen, den Flugplatz reinigen, Schirme falten und entwirren: Wir lernten schnell, dass Sorgfalt und Verantwortung gegenüber dem Material genauso dazugehören wie der Mut beim Exit. Und trotz des strengen Programms kam die Kameradschaft nie zu kurz: Beim Teambuilding am Abend wuchsen wir als Gruppe immer mehr zusammen, und wir unterstützten uns gegenseitig, wenn es bei jemandem einmal nicht rund lief.
Nach 25 Sprüngen blicken wir auf zwei unglaublich intensive Wochen zurück. Wir haben nicht nur das Fallschirmspringen von Grund auf gelernt, sondern auch viel über Disziplin, Belastbarkeit und uns selbst. Ein grosses Dankeschön geht an das gesamte Leiterteam für die professionelle Ausbildung, die ehrlichen Feedbacks und die Geduld. Wir freuen uns jetzt schon auf den nächsten Schritt auf dem Weg zum Fallschirmaufklärer.
