
ERSTE WOCHE
05.04.2026, Sonntag Die Gruppe reiste per Zug oder Auto an und traf sich um 18:15 Uhr am Bahnhof Netstal. Von dort ging es gemeinsam zum Molkibett, wo Frau Schnyder die Zimmer zeigte und den Wechsel von B&B zu Airbnb erklärte. Anschliessend fuhr die Gruppe erstmals mit dem Fahrrad zum Flugplatz Mollis. In der alten Militärbaracke fand eine Einführung mit gegenseitigem Vorstellen statt. Nach dem Entry Test kehrte man ins Molkibett zurück, wo zu sechst drei grosse Fleischkäse gegessen wurden. Den Abend schloss eine gemeinsame Lerneinheit ab, um die unterschiedlichen Vorbereitungsstände auszugleichen.
06.04.2026, Montag Nach einem gemütlichen Morgenessen machten wir uns für den Tag parat. Um acht Uhr begannen die morgendliche Theoriestunde, bei der wir diverse Einführungen z.B. für das Ab- und Anflugverfahren und das Melden am Funk besprachen. Zu Mittag wurde ein Cordon-Bleu serviert. Nachmittags begannen die ersten Flüge, angefangen mit Tim und Andrin, gefolgt von Benjamin und Sandro, zuletzt flogen Gianin und Niklas. Die spannende erste Flugerfahrung wurde mit dem Debriefing beendet. Auf das Nachtessen folgend fand die letzte Theoriestunde des Abends statt.
07.04.2026, Dienstag Am Morgen begann die Theoriestunde wie gewohnt um acht. Auf viele Informationen folgten dann noch kurze Flugvorbereitungen. Nach dem gestressten Mittagessen, bei dem einige auf den Dessert verzichten mussten, ging es zurück zur Baracke. Zuerst war eine Langsamflugübung angesagt, nach der es dann um einen sauberen Descent ging. Nach mehr oder weniger erfolgreichen Flügen waren die Briefings ebenso mehr oder weniger zufriedenstellend. Die Flugzeuge wurden geputzt, getankt und im Hangar versorgt und der Tag gemeinsam besprochen. Nach dem Nachtessen ging es für die meisten Flugschüler in den Coop, wo sich Getränke und Snacks für den Rest der Woche zugelegt wurden. Um halb neun wurden erneut speditiv die Flüge für den nächsten Tag vorbereitet und individuell gelernt.
08.04.2026, Mittwoch Der strenge Tag enthielt zwei Flugblöcke. Morgens wurde Flug 3, nachmittags Flug 4 durchgeführt. Dazu kam eine weitere Ungewöhnlichkeit: Der P&S Instructor war auf Platz und wir lernten uns das erste Mal kennen. Einzeln wurde jeder zu einem Gespräch aufgefordert, welches Absichten und Ziele abfragte. Die zu bestaunende PC-7 stand dominant neben der Intersection Charlie. Die Fluglehrer assen mit uns gemeinsam Mittag. Abends wurde der Flug des nächsten Tages vorbereitet.
09.04.2026, Donnerstag An diesem Donnerstag feierten die Glarner die Schlacht um Näfels. Deshalb war bis 13 Uhr das Fliegen untersagt. Der Tag startete somit mit einer Theoriestunde. Der Flug enthielt das letzte Mal die vier Fundamentales. Auf dem Heimweg zerriss eine Fahrradkette, worauf wir ihn in gemeinsamem Teamwork zogen und stiessen. Der Velomechaniker hatte jedoch aufgrund des Sonntages geschlossen. Im Molkibett wurde traditionell gegessen und etwas unmotiviert gelernt.
10.04.2026, Freitag Das gute Wetter zu Beginn der Woche änderte nun. Es wurde überlegt, an diesem Tag zwei Flüge durchzuführen, um die nächste Woche etwas zu entlasten. Jedoch konnte nur morgens geflogen werden. Nachmittags waren die Bedingungen zu schlecht. Nach dem Mittagessen gab es also nur noch eine verkürzte Theoriestunde. Dann wurden wir entlassen. In heftigem Regen fuhren wir mit dem Fahrrad zurück ins Molkibett, woraufhin einige mit dem Zug, andere mit dem Auto nach Hause fuhren. Die erste Woche war beendet.


12.04.2026, Sonntag Zu verschiedenen Zeiten trudelten alle Teilnehmer bis spätestens 22:30 Uhr im Molkibett ein. Nach Begrüssungen richtete sich jeder erneut in seinem Zimmer ein. In der regnerischen Nacht endete der Tag mit Vorfreude auf den Montag.
13.04.2026, Montag Am Morgen konnte nicht geflogen werden. Dafür wurde das erste Mal die Theorie für den Navigationsflug angeschaut. Die Hinflugroute nach Emmen wurde berechnet. Voraussichtlich sollte diese durch die TMA in Zürich führen. Am Nachmittag stiegen wir ins Cockpit, um Flug 8, den Voltenflug mit 6 Landungen zu absolvieren. Dieser äusserst anspruchsvolle Flug verbrannte bei jedem viel Energie. Abends wurden die ersten Präsentationen für den Donnerstag erstellt und die Rückflugroute aus Emmen zusammengetragen.
14.04.2026, Dienstag Morgens fand das Selbststudium für die Navigationsflüge, Flug 11 und die Präsentation am Donnerstag statt. Darum verflog dieser Vormittag rasend schnell. Nachmittags wurde Flug 7 durchgeführt. Behandelt wurden Stalls und Steilkurven, sowie Evolutionen. Auf Besuch war ein Vertreter der Swiss, der den Berufspiloten vorgestellt hat. Nach dessen Vortrag landete der Chief Flight Ops von Sphair, Jason Stucki, mit einer PC 12 in Mollis. In Achtung wurde aufliniert und der hohe Besuch begrüsst. Herr Stucki stellte uns das Flugzeug vor. Wir sechs Teilnehmenden kehrten zurück ins Molkibett, assen und bereiteten ausführlich die Navigationsflüge vor.
15.04.2026, Mittwoch Am Morgen lag die Wolkendecke tief über dem Boden. Die Navigationsflüge 9 und 10 standen an. Spontan wurden zwei Schüler morgens, und vier nachmittags bedient. Der Zielort war Emmen. Einige Rückflüge mussten auf Grund des Wetters in letzter Minute umgeplant werden. Während der freien Zeit wurden Präsentationen geübt und der Flug 11 vorbereitet. Abends assen wir verspätet. Anschliessend mühten sich alle Teilnehmer mit höchsten Anstrengungen an, um dem Checkflug möglichst gut gerüstet zu sein.
16.04.2026, Donnerstag Der letzte Flugtag stand an. Die Nervosität vor dem Checkflug stieg an. Zuerst durfte jeder einen Vortrag halten und ein bestimmtes Thema, bezogen auf Flug 11, vorstellen. Da auf dem Programm für die Teilnehmer nur ein einziger Flug stand, konnte sich ausführlich vorbereitet oder erholt werden. Alle flogen das Programm im Luftraum Ebnat. Abends wurden die Debriefings durchgeführt, welche zufriedenstellend waren. Der Abend, und somit die zwei Wochen Flugkurs, wurden gemeinsam ausgeklungen.
17.04.2026, Freitag Nun standen nur noch die Qualigespräche an. Nach diesen wurde gemeinsam im Molkibett ein letztes Mal zu Mittag gegessen. Anschliessend wurde gepackt. Wir verabschiedeten uns herzlich untereinander und bedankten uns für die unvergessliche Zeit mit tollen Leuten.