Kursteilnehmer/innen vom SPHAIR Flugkurs vor Flugzeug
Artikel

Erfahrungsbericht aus Belp (Kurs 1-26-26)

Perspektivenwechsel: Was ich im Flugkurs gelernt habe.

Mit einer Mischung aus Vorfreude und Respekt startete für uns am Sonntag der SPHAIR-Flugkurs auf dem Flugplatz Bern-Belp. Obwohl sich alle Teilnehmenden bereits für die Fliegerei begeisterten, war für viele von uns der Gedanke, zum ersten Mal selbst ein Flugzeug zu steuern, trotzdem etwas Besonderes. Bereits beim ersten Briefing wurde klar, dass uns eine intensive Woche erwarten würde, in der wir viel lernen, aber auch viel Eigenverantwortung übernehmen müssen.

Unsere Fluglehrer begleiteten uns während des gesamten Kurses. Beide brachten viel Erfahrung sowie Freude mit. Jeder Tag begann mit einem Meteobriefing und der Flugzeugvorbereitung. Von Anfang an war die Stimmung in der Gruppe ausgelassen und von gegenseitigem Respekt geprägt. Die täglichen Herausforderungen schweissten uns immer enger zusammen. Auch das gemeinsame Lernen am Abend sowie das intensive Repetieren der Checklisten und Flugprogramme stärkten nicht nur unser Wissen, sondern auch unseren Zusammenhalt, wodurch die Tage schneller vorbei gingen und das Gruppenleben angenehmer wurde.

Die ersten Flüge dienten vor allem dazu, das Flugzeug kennenzulernen und ein Gefühl für die Steuerung zu entwickeln, wobei uns dabei erst mal die komplette Überforderung traf. Mit jedem weiteren Flug wurden die Bewegungen jedoch natürlicher und man begann, das Flugzeug immer besser zu verstehen und auch die Checks und Procedures wurden zur Routine. Am Mittag und am Abend wurden wir jeweils im Restaurant Belpmoos verpflegt. Mit ihrer Flexibilität, der feinen Küche und der herzlichen Gastfreundschaft machten sie uns die intensiven und teilweise stressigen zwei Wochen ein gutes Stück angenehmer. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an das gesamte Team! Im weiteren Verlauf des Kurses kamen anspruchsvollere Übungen hinzu. Wir trainierten Langsamflug, Stall-Übungen, verschiedene Notverfahren sowie das exakte Einhalten von Höhen und Geschwindigkeiten. Auch das Wetter spielte während der Woche eine wichtige Rolle. Jeden Tag musste die Wetterbeurteilung zur Flugvorbereitung durchgeführt werden. Dabei lernten wir, welche Faktoren für die Flugplanung besonders wichtig sind und weshalb Wetterentscheide niemals unterschätzt werden sollen, wie z.B. der Wind und die Hitze. Wir waren nach jedem Flug komplett durchgeschwitzt, weil es so heiss war. Nach jedem Flug fand ein Debriefing statt. Gemeinsam mit dem Fluglehrer wurden die einzelnen Übungen dann besprochen. Dabei ging es nicht darum, Fehler zu kritisieren, sondern aus ihnen zu lernen. Oft wurden auch kleine Details angesprochen, die einem während des Fluges selbst gar nicht aufgefallen waren. Gerade diese Rückmeldungen halfen dabei, sich von Flug zu Flug zu verbessern. Das Ziel war, von Flug zu Flug, Kurve zu Kurve, check zu check, immer ein bisschen besser zu werden. Besonders beeindruckend war, wie viele Entscheidungen beim Fliegen bewusst getroffen werden müssen. Mit jeder Flugstunde wurde klarer, dass sicheres Fliegen vor allem auf guter Vorbereitung, klaren Abläufen und einer ruhigen Arbeitsweise basiert. Rückblickend war der SPHAIR-Kurs in Bern-Belp eine aussergewöhnliche Erfahrung. Innerhalb weniger Tage konnten wir fliegen und waren selbst überrascht, wie viel man in zwei Wochen schaffen kann. Ein grosser Dank an unsere Fluglehrer für ihre Geduld, ihre professionelle Ausbildung und die angenehme Atmosphäre während der gesamten Kurswoche. Sie vermittelten nicht nur das notwendige fliegerische Wissen, sondern gaben uns auch viele wertvolle Tipps für unseren weiteren Weg in der Luftfahrt. Die Woche in Bern-Belp wird uns allen in bester Erinnerung bleiben. Wir konnten zahlreiche neue Erfahrungen sammeln, unsere Begeisterung für das Fliegen weiter vertiefen und viele Eindrücke mit nach Hause nehmen. Der SPHAIR-Kurs war eine wertvolle Erfahrung und ein weiterer Schritt auf dem Weg in die Aviatik.

Artikel teilen