
Gestartet hat unser SPHAIR-Kurs mit spektakulärem Flugwetter und knackigen 35°C. Begrüsst wurden wir und unsere Angehörigen durch Josef und Jürg. Nach dem eindrucksvollen Rundgang des Flugzeughangars, wo wir bereits unser Lieblingsflugzeug auf die Wunschliste setzten, folgte bereits der Entry-Test. 20 herausfordernde Prüfungsfragen später konnten wir alle mit grosser Vorfreude die Zimmer bei unseren Gastfamilien beziehen. Den ersten Abend liessen wir in Franca‘s Flughafenbeizli ausklingen. Bereits Montagmorgen folgte das erste Briefing und am Nachmittag der erste Flug, bei welchem wir bereits vieles selbst machen konnten. Montagabend folgte auch schon das Debriefing und das Briefing für Flug 2. Da die knackigen 35°C die ganze Woche das Cockpit zur Sauna umfunktionieren wollten, waren wir überaus glücklich, die folgenden Flüge jeweils am Vormittag durchführen zu können. Mitten in der Woche, am sogenannten Mittwoch, beehrte unser P&S FI uns mit einem Low-Pass mit einer PC-7 und demonstrierte auf eindrückliche Weise, was wir mit unseren Aquilas nicht versuchen sollten. Nachdem er den leistungsstarken Propellerflieger zum Flughafen Dübendorf zurückführte, speiste er mit uns, wobei er durch unsere vielen Fragen kaum zum Essen kam. Nach einem spannenden Vortrag über unsere möglichen Zukunftsaussichten als Militärpiloten, durch den wir nochmal Motivation für den weitern Kurs schöpften, ging auch dieser Tag zu Ende. Am Freitagnachmittag starteten wir müde und erschöpft, aber dennoch überwältigt von Impressionen und stolz über die sechs Einträge im Pilot Logbook, ins Wochenende.

Franca empfing am Sonntagabend eine gut ausgeschlafene und top motivierte Gruppe, bestehend aus fünf Jungen und einem Mädchen, beim Abendessen. Nach eindrucksvollen Stalls und Steilkurven (Flug 7) und wichtigen Circuits (Flug 8), folgte am Mittwoch ein Highlight des Kurses: der Navigationsflug nach Alpnach. Uns führte es am grossen und kleinen Mythen vorbei nach Alpnach, wo wir die lange und asphaltierte Lande- und Startpiste sehr genossen. Am Rheinfall vorbei und über Schaffhausen flogen wir wieder nach Lommis, wo die vertraute, aber auch ein wenig holprige, Graspiste uns wieder erwartete. Der Navigationsflug war sehr schön und hat uns allen viel Spass bereitet. Am darauffolgenden Tag folgte leider bereits der letzte Flug des Kurses: der Kontrollflug mit unserem P&S FI. Man soll sich aber keineswegs beirren lassen. Der Name des Fluges weckt den Anschein, es handle sich um einen Prüfungsflug, den man bestehen muss. Es handelt sich dabei lediglich um einen normalen Flug, bei welchem der P&S FI einen Einblick in das bekommt, was man während den zwei Wochen alles gelernt hat. Ein wenig traurig, dass dies bereits der letzte Flug war, gingen wir an diesem Abend gespannt über die Beurteilung des Kurses ins Bett. Am nächsten Morgen kam Serafin vorbei und hielt einen sehr spannenden Vortrag über unsere möglichen Karrierenaussichten als Linenpilot bei der Swiss. Daraufhin folgte bereits das Gespräch mit den beiden Fluglehrern und dem P&S FI, in welchem wir erfuhren, ob wir bestanden haben. Alles in allem waren es zwei sehr schöne, lustige und eindrucksvolle Wochen. Es war für uns alle eine einmalige Erfahrung.