Kandidaten aus Sprungkurs Swissboogie_SPHAIR
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Erfahrungsbericht Sprungkurs Kappelen (Kurs 2-03-2026)

Sprungbetrieb, Sport, Theorie und Prüfungen.

Ein typischer Kurstag Ein typischer Tag begann bereits um 06:00 Uhr mit Tagwache und Morgensport. Nach dem Frühstück um 07:00 Uhr fuhren wir zum Hangar und stellten zuerst den Flugplatz für den Sprungbetrieb bereit. Anschliessend übten wir Landerollen, den Abgang aus dem Flugzeug und die Notschirmprozedur. Sobald alles vorbereitet war, machten wir uns für die ersten Sprünge bereit. Wer noch nicht an der Reihe war oder auf das nächste Programm wartete, nutzte die Zeit für Theorie. Vor jedem Sprung erhielten wir ein ausführliches Briefing. Nach der Landung falteten wir unsere Fallschirme, führten ein Debriefing durch und bereiteten uns auf den nächsten Sprung vor. Meistens absolvierten wir ungefähr drei Sprünge pro Tag. Vor dem Abendessen räumten wir den Flugplatz und den Hangar auf. Danach folgten Nachtessen, Tagebuchschreiben und schliesslich die Nachtruhe um 23:00 Uhr. Die langen Tage verlangten viel Konzentration und Disziplin, besonders bei Temperaturen von über 30 Grad. Das Wetter war während des Kurses jedoch meistens sehr gut, sodass wir viel springen konnten. An einem Morgen war der Wind zu stark; diese Zeit nutzten wir für einen Sporttest.

Kandidaten Schirmvorbereitung Sprungkurs SPHAIR
Foto: Kandidat Sprungkurs

Fortschritte in der Luft Während des Kurses absolvierten wir bis zu 28 Sprünge. Besonders eindrücklich waren die RW-Sprünge, bei denen wir mit einer anderen Person in der Luft Kontakt herstellten. Seit den ersten Sprüngen im vorherigen Kurs hatten wir auf diesen Moment hingearbeitet. Nach bestandener RW-Prüfung konnten wir mit unseren Teamkameraden springen, uns gegenseitig beobachten und unsere Fortschritte deutlich erkennen. Auch Tracking- und Piqué-Sprünge gehörten zu den Highlights, da wir dabei schneller flogen und grössere Distanzen zurücklegten. Eine grosse Verbesserung zeigte sich auch bei den Ziellandungen.

Prüfungen und gemeinsamer Abschluss Neben dem Sprungbetrieb standen verschiedene körperliche und theoretische Prüfungen an. Wir absolvierten zweimal den Magglinger-Test, den Para-Fit-Test und einen Schwimmtest mit 400 Metern in weniger als zwölf Minuten sowie mindestens 25 Metern Tauchen. Für das zivile Fallschirmbrevet mussten zudem die praktische Prüfung und fünf Theoriegebiete bestanden werden. Insgesamt konnten 13 Teilnehmende den Kurs erfolgreich mit dem zivilen Brevet abschliessen. Drei Personen mussten den Kurs krankheitsbedingt vorzeitig verlassen. Ein besonderer Moment war der Besuchstag am Mittwoch der zweiten Woche. Unsere Angehörigen erhielten einen Einblick in den Sprungbetrieb und konnten einen unserer Sprünge miterleben. Zum Abschluss fand ein gemeinsames Grillfest statt. Dabei blickten wir auf die vergangenen zwei Wochen zurück, erzählten lustige Geschichten und sprachen darüber, welche Erlebnisse uns besonders in Erinnerung bleiben werden. Der Kurs forderte uns körperlich und mental, brachte uns als Gruppe aber auch stark zusammen und schenkte uns viele unvergessliche Momente.

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